Alarm für die Jugendgruppe Söllingen

Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster
Berufsfeuerwehrtag der Jugendgruppe Söllingen - Feuerwehr Rheinmünster

Zum vierten Mal fand am 21. und 22.07.2012 ein Berufsfeuerwehrtag für Jugendfeuerwehrmänner aus Söllingen statt. In ihrer 24-Stunden-Schicht erlebten die Jugendlichen einige abwechslungsreiche Einsätze, bei denen Sie ihr Können unter Beweis stellen konnten.

Elf Jugendliche traten pünktlich um 15 Uhr auf Einladung der Betreuer Sebastian Birnesser, Timo Schroedter und Thomas Frietsch ihren Dienst an und verwandelten zunächst einmal das Gerätehaus – so gut es die beengten Platzverhältnisse zuließen – in ein eine professionelle Jugendberufsfeuerwache. Als Neuerung konnte dieses Jahr ein zweites Löschgruppenfahrzeug mit genutzt werden. Um dieses Fahrzeug kennenzulernen, fand zunächst eine Probe statt, bis es dann um 16:49 Uhr zum ersten Mal aus dem Lautsprecher ertönte: "Alarm für die Jugendgruppe Söllingen: Ökonomiegebäudebrand in der Kirchstraße 35; Eine Person vermisst".

In Rekordtempo besetzten die Jugendlichen die Fahrzeuge und rüsteten sich mit Atemschutzgeräten aus. Ein Einsatzort ging alles ganz schnell. Die beiden Gruppenführer gaben gezielte Anweisungen und schon bald floss das erste Wasser und der Atemschutztrupp konnte in dem völlig verrauchten Schopf nach dem vermissten Elektriker suchen, um den sich Kommandant Thomas Arnheiter, der die Söllinger Jugendlichen besuchte, große Sorge machte. Aber alles hysterisches Flehen und Drängen half nichts: Die beiden Gruppenführer Robin Hänig und Pascal Schroedter blieben ruhig und besonnen, was später von Thomas Arnheiter gelobt wurde. Auch seine beiden Stellvertreter Patrick Götz und Thomas Hofmann bescheinigten den Jugendlichen nach dem Einsatz ein professionelles Vorgehen.

Nach dem Einsatz musste sich erst mal gestärkt werden. Gemeinsam kochte der Wehrnachwuchs Spaghetti Bolognese und brachten anschließend die Küche wieder in Ordnung. In der folgenden Probe wurde der Einsatz nochmals nachgespielt und auf die wichtigen „Knackpunkte“ besonders eingegangen. Schon um 20:27 Uhr folgte ein nächster Einsatz. Eine kleine Ölspur musste am Wörthgrabenschöpfwerk entfernt werden. Kurz darauf wurde die zweite Gruppe zu einer Tragehilfe zum Bauhof alarmiert. Der Rettungsdienst benötigte dort die Muskelkraft der zwö lf- bis 16-jährigen Jungen.

Jetzt war erstmals Entspannung angesagt. Doch die lockere Spielerunde wurde schon um 22:09 Uhr wieder durch den durchdringenden Alarmton unterbrochen. Wieder ging es auf den Bauhof. In einer Garage war es zu einem PKW-Brand gekommen. Hier stellte sich vor allem das Problem der Wasserversorgung, da eine große Strecke bis zum nächsten Hydranten überbrückt werden musste.

Nun aber Bettruhe! Aber wie Jugendliche in diesem Alter nun mal sind, ging die Planung für die Betreuer nicht auf. Gespannt blieben die Jugendlichen wach und warteten nur darauf, dass der nächste Alarm kommen würde. Als schon fast keiner mehr daran glaubte und sich die Müdigkeit doch langsam breitmachte, alarmierte die Übungs-Leitstelle die Jugendberufsfeuerwehr um 2:30 Uhr an den Kriegersee. Im Gebiet rund um das Vereinsgelände der Seglergemeinschaft war eine Person vermisst gemeldet worden. In Teams wurde organisiert das gesamte Gelände abgesucht. Die gesuchte Person konnte wohlbehalten nach rund 20 Minuten am See sitzend aufgefunden werden.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen, folgte um 9:21 Uhr dann der nächste Einsatz: Waldbrand im Bannwald Ecke Brunnenweg/Hochforlenweg. Fragezeichen tauchten über den Köpfen der beiden Gruppenführer auf. Diese Straßennamen hatten sie noch nie gehört. Die Einsatzstelle musste daher zunächst einmal gefunden werden, denn der Bannwald zwischen Baden-Airpark und Schiftung ist riesig. Nach dem Fund der Einsatzstelle das zweite Problem: Wo in diesem großen Wald bekommt man Wasser her. Glücklicherweise war in rund 300 Metern ein Tiefbrunnen. Das hieß massenweise Schläuche ausrollen. Eine schweißtreibende und kräftezehrende Aufgabe – insbesondere das Schläuche wieder aufrollen – so dass das anschließende Mittagessen wie gerufen kam.

22 der 24 Stunden waren bereits vergangen. Aber noch zwei Einsätze sollten folgen. Um 13:19 Uhr musste eine verletzte Person aus einem Fahrzeug gerettet werden. Dieses war infolge eines Verkehrsunfalles so stark deformiert, dass nur schweres Gerät half. Mit hydraulischer Schere und Spreizer machten sich die Jugendlichen an die Rettung der verunfallten Person – selbstverständlich unter fachkundiger Unterstützung der Betreuer, die das schwere Gerät festhielten, um eine Gefährdung der Jugendlichen auszuschließen. Nachdem Bürgermeister Helmut Pautler, der die Rolle des Unfallopfers übernommen hatte, dem Rettungsdienst übergeben wurde, konnten die Jungs kurz vor den Sommerferien ihren ganzen Schulfrust an dem Fahrzeug auslassen und es kurz und klein schneiden.

Der letzte Einsatz folgte um 14:30 Uhr. Der Rettungsdienst benötigte die Unterstützung der Feuerwehr, denn in Söllingen ist es zu einer Massenerkrankung gekommen. Hierzu mussten im Pfarrgarten die beiden Feuerwehrzelte gestellt werden, um die Erkrankten dort behandeln zu können. Mit dieser Vorbereitungsmaßnahme für das anstehende Mini-Zeltlager des Ferienprogramms Rheinmünster konnten die Jugendberufsfeuerwehrmänner ihren Dienst beenden.

Weiter Bilder finden Sie auf unserer Facebook-Seite.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren