Ausbildungs- und Probenarbeit
Ausbildung
Zu Beginn der Feuerwehrkarriere in der Einsatzabteilung steht die "Truppmann-Ausbildung Teil 1" an. Diese wird zusammen im Ausbildungsverbund "Bühl-Bühlertal-Lichtenau-Ottersweier-Sinzheim-Rheinmünster" oder auch kurz "Südlicher Landkreis" durchgeführt. In dieser Ausbildung lernen die angehenden Floriansjünger das eigene Wahrnehmen als Teil einer taktischen Gruppe in der Funktion Truppmann. An Teil 1 schließt sich direkt Teil 2 an, der in der einzelnen Abteilungen, durch regelmäßigen Probebesuch abgeleistet wird. Da diese Inhalte vorgegeben sind, ergeben sich daher auch im weitesten Sinne die Inhalte der Abteilungsproben.
Es folgen im Normalfall die Ausbildungen zum "Sprechfunker" und "Atemschutzgeräteträger für Pressluftatmer" auf Kreisebene. Ebenfalls auf Kreisebene schließen sich die Ausbildungen zum "Maschinist für Löschfahrzeuge" und "Jugendgruppenleiter" an. Je nachdem ob das Mitglied in diesem Bereich tätig ist. Die Gemeinde Rheinmünster finanziert - je nach Ausschussbeschluss - zu 80% die Kosten zum Erwerb des Führerscheines der Klasse C.
Als ersten Führungslehrgang schließt sich in der Regel zwei Jahre mach der Truppmann-Lehrgang die Ausbildung zum Truppführer an, der ebenfalls im Ausbildungsverbund "südlicher Landkreis" stattfindet. Er befähigt zum selbstständigen Führen der taktischen Einheit "Trupp" (2-3 Mann).
Alle weiteren Lehrgänge finden dann in der Regel auf der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal statt. Dies sind beispielsweise die Lehrgänge "Gruppenführer" und "Zugführer", aber auch "Maschinist für Drehleiterfahrzeuge" oder "Jugendwart".
Zuständig für die Ausbildung ist für die Feuerwehr Rheinmünster Thomas Arnheiter, sowie sein Stellvertreter Thomas Hofmann.
Probearbeit
Die Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Rheinmünster proben in der Regel jeweils alle 14 Tage eigenständig. Nur durch häufige Wiederholungen ist es möglich eine schnelle und professionelle Hilfe gewährleisten zu können. In regelmäßigen Terminen proben auch zwei oder mehrere Abteilungen die Zusammenarbeit untereinander.
Zusätzlich haben bestimmte Gruppen, wie beispielswiese die Drehleitermaschinisten oder die ELW-Gruppe, deren Mitglieder aus allen Abteilungen kommen, Sonderproben.
Hauptinhalte der Proben sind der sichere und fachgerechte Umgang mit den Geräten sowie richtiges taktisches Vorgehen nach den aktuellen Feuerwehrdienstvorschriften.
Neben den allgemeinen, regelmäßigen Proben gibt es "Spezialübungen". Einige dieser Übungen hier kurz vorgestellt:
ICAO-Übung am 28.04.2006
Die ICAO (International Civil Aviation Organisation, deutsch: Internationale Zivilluftfahrtorganisation) ist unter anderem zuständig für die Sicherheit im Luftverkehr. Daher muss auch der Baden-Airport regelmäßig unter Beobachtung dieser Sonderorganisation der UNO Einsatzübungen möglichst realistisch abbilden. Bei einem Flugunfall auf dem Flughafen rückt standartmäßig neben der Flughafenfeuerwehr auch die Freiwillige Feuerwehr Rheinmünster und Hügelsheim sowie andere Hilfsorganisationen und Feuerwehren, je nach Größe des Unfalls, aus. Bei der Übung Anfang 2006 war die größtmögliche Alarmstufe ausgelöst.
Neben der ICAO-Übung, findet mindest einmal im Jahr eine kleine Übung auf dem Airport statt.
ABC-Übung 1990
Bei der Firma Dow fand im Jahr 1990 eine großangelegte Übung statt, bei der ein Kesselwagenunfall simuliert wurde. Jährlich findet eine Probe im Chemiewerk statt. Dabei wird vor allem die Arbeit zwischen den beiden Wehren, der FF Rheinmünster und der WF Dow geprobt.
Jahreshauptprobe 2005
Neben den jährlichen Proben am Flughafen und der Firma Dow findet ebenfalls jährlich, rotierend nach Ortsteil, eine Großübung im "öffentlichen" Bereich statt. Neben dem eigentlichen Übungseffekt ist hierbei die Bevölkerung und politische Führung der Gemeinde eingeladen sich über die Schlagkräftigkeit der Wehr zu informieren.
Im Jahr 2005 simulierte die Abteilung Stollhofen eine besonderes Szenario. Auf einem unbeschranktem Bahnübergang fuhr ein Linienbus ungebremt auf einen Kesselwagen. Zwischen Bus und Waggon wurde ein Kleinwagen eingeklemmt. Neben der Löscharbeiten am Kesselwagen galt es die Person aus dem Kleinwagen zu schneiden und eine Vielzahl von Verletzten aus dem Linienbus zu retten.
Ausbildungs- und Probearbeit








